Die Hand-Mund-Fuss Krankheit ist hochgradig ansteckend und erwischt auch Eltern in Windeseile

Hilfe, ich habe mich bei meinem Kind mit der Hand-Mund-Fuss-Krankheit angesteckt und kann nur sagen, es ist ätzend. Es ist eine der nervigsten Kinderkrankheiten, die ich kenne – zumindest bei Erwachsenen. Die Hand-Mund-Fuss-Krankheit hat mich ziemlich erwischt und in allen Bereichen schachmatt gesetzt. Und zwar für über zwei Wochen.

Ich wünsche keinem Elternteil, sich beim Kind mit der Hand-Mund-Fuss-Krankheit anzustecken.

Was ist die Hand-Mund-Fuss-Krankheit?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird durch Viren ausgelöst, man bekommt Ausschlag – wie der Name es vermuten lässt – im Mund, an den Handflächen und am Fuß. Der Po, der Genitalbereich, sowie Knie und Ellenbogen können auch betroffen sein – was bei mir zum Glück nicht der Fall war! Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit kommt weltweit vor und betrifft vor allem Kinder.

Kleine Pickel die jucken und Schmerzen sind typische Symptome der Mund-Hand-Fuss Krankheit
Die Hand-Mund-Fuss Krankheit sorgt bei Kleinkindern und Erwachsenen für Bläschen an Händen und Füßen

Angesteckt habe ich mich dann auch beim kleinen Mann, der sich ganz klassisch in der Krippe angesteckt hat. Das war nicht schön, denn er hatte Fieber, Hautausschlag im Mund, um den Mund herum sowie an den Füßen und Händen. Außerdem hatte er tagelang überhaupt keinen Appetit, vermutlich weil es im Mund weh getan hat. Irgendwann hat er dann zumindest wieder Brei und Joghurt gegessen und wurde einige Tage später wieder fit.

Erwachsene können sich sehr leicht anstecken

Ich hatte bereits befürchtet, dass es mich noch erwischen könnte, denn die Hand-Mund-Fuss-Krankheit ist hochgradig ansteckend. Und das größte Problem: Sie ist leider auch schon ansteckend, bevor die Symptome beim Kind sichtbar werden. Und da ich noch in Eltenrzeit war, ihn Nachmittags aus der Krippe abgeholt hatte und dann viel mit ihm kuschelte und spielte, ahnte ich schon, dass da was kommen könnte.

Nachdem unser Sohn es bereits fünf Tage hatte, fühlte ich mich dann auch plötzlich hundeelend: Fieber, Schüttelfrost, unbeschreibliche Kopfschmerzen, der Hals und Nacken war extrem schmerzhaft und gefühlt hat mir kein klassisches Schmerzmittel (Ibuprofen oder Paracetamol) geholfen. Das ging dann erst mal zwei Tage so, die Christian sich dann freigenommen hat, um sich um den Kleinen und mich zu kümmern.

Bei Erwachsenen ist die hand-Mund-Fuss Krankheit vor allem an den Händen und Füßen extrem stark ausgeprägt
Die Hand-Mund-Fuss Krankheit ist hochgradig ansteckend und erwischt Erwachsene schon, bevor die Symptome bei den Kindern ausbricht

Der Krankheitsverlauf bei mir

Nach dem Fieber kommt der Ausschlag – gaaanz langsam! Erst sind es nur Flecken und die Haut sieht rot gepunktet aus, als wäre sie gut durchblutet. Dann geht es los und es bilden sich die Bläschen. Bei mir waren die Bläschen glücklicherweise weder im noch um den Mund herum. Dafür an den Händen und Füßen – es waren soooo viele. Und es fühlt sich extrem unangenehm an.

Ich klinge hier vielleicht sehr wehleidig, aber das bin ich eigentlich eher weniger. Ich kann ziemlich viel aushalten, aber dieser Hautausschlag bei der Hand-Mund-Fuss-Krankheit ist unbeschreiblich unangenehm bis schmerzhaft. Sogar die Fingernägel taten mir weh. Das Gefühl mit den Bläschen ist so, als wären die Hände eingeschlafen und man spürt dann permanent diese „Nadelstiche“. Als nächstes fühlt es sich an wie Verbrennungen. Unter den Bläschen bildet sich sehr ansteckende Flüssigkeit und später löst sich die Haut. Meine Füße und Hände lagen über 1-2 Wochen praktisch offen.

Neben den Schmerzen, ist man einfach extrem eingeschränkt, was ohne Kind alles halb so schlimm ist. Mit Kind ist es eine einzige Herausforderung. Mein Mann konnte glücklicherweise im Homeoffice arbeiten und auf Zuruf immer mal was übernehmen, ich habe den Kleinen zwei Wochen nicht mal wickeln können. Knapp acht Wochen später hat sich dann auch noch ein Fingernagel gelöst – ich bin nur froh, dass es bei einem Fingernagel geblieben ist.

Nach Fieber in den ersten Tagen zeigt sich die Hand-Mund-Fuss Krankheit durch viele Bläschen an Händen und Füßen
Kinder stecken sich vor allem in der Kita sehr schnell mit der Hand-Mund-Fuss Krankheit an

Wie ich mich mit der Hand-Mund-Fuss-Krankheit angesteckt habe

Man sagt, dass sich Erwachsene generell sehr selten bei Ihren Kindern anstecken. Da ich aber bereits seit der Kita Eingewöhnung im Januar durchgehend sehr erkältet war, war mein Immunsystem ziemlich geschwächt. Der Kleine hat ja alles aus der Kita mitgebracht, was es gibt und mit mir geteilt. Da ich ja nun in meiner Elternzeit auch fast zwei Jahre nur wenigen Viren und Bakterien ausgesetzt war, musste mein Körper seine Abwehrkräfte erst neu aufbauen.

Leider überträgt sich die Hand-Mund-Fuss-Krankheit bereits, bevor die ersten Symptome sichtbar sind. Hinzu kommt eine lange Inkubationszeit von bis zu zehn Tagen. Der Kleine hatte direkt vor Ausbruch der Hand-Mund-Fuss-Krankheit eine Bindehautentzündung, diese könnte bereits im Zusammenhang mit der Hand-Mund-Fuss-Krankheit gestanden haben.

Die Hand-Mund-Fuss-Krankheit ist sehr ansteckend und überträgt sich durch:

  • die Hände
  • Husten & Niesen
  • Körperflüssigkeiten
  • Stuhlgang
  • Flüssigkeit in den Bläschen

Wenn du mit einem Baby bzw. einem Kleinkind zusammenlebst, also praktisch durch das pure Zusammenleben.

Was hilft gegen die Ansteckung?

Als Schutz vor vor der Hand-Mund-Fuss-Krankheit hilft ganz viel Hygiene, also Hände waschen und zwischendurch desinfizieren, sich nicht mit den Händen ins Gesicht fassen und nicht die Hände vom Kind in den Mund stecken lassen. Und das sagt sich so einfach. Wenn der eigene Nachwuchs gesund ist, macht man ja ganz viel Quatsch mit ihm, spielt, tobt und hat Spaß.

Mein Vorsatz fürs nächste Mal: Hängt an der Eingangstür der Kita eine Information zu einer Ansteckungsgefahr zur Hand-Mund-Fuss-Krankheit, werde ich umgehend alle Vorsichtsmaßnahmen verschärfen. Denn ich will diese ätzende Kinderkrankheit nie wieder bekommen!

Die Hand-Mund-Fuss Krankheit tut bei Erwachsenen weh und spannt enorm
Auch Erwachsene stecken sich sehr schnell mit der Mund-Hand-Fuss Krankheit bei den eigenen Kindern an

Die Heilung der Hand-Mund-Fuss-Krankheit

Also die Krankheit als solches ist schon ätzend, das Abheilen ist aber auch nicht schön. Wie man es kennt, wenn Wunden heilen: Es juckt! Dazu sind die Hände (je nach Schwere des Ausschlags) extrem trocken und das Eincremen brennt. Und besonders unangenehm ist, dass die Haut taub wird.

Der ganze Heilungsprozess erinnert sehr an Verbrennungen, die Haut heilt ab, wird ledrig und löst sich.

Einschränkungen im Alltag mit Kind

Die Einschränkungen sind meiner Erfahrung nach nicht unerheblich, ohne Unterstützung ist es wirklich schwierig. Zum einen liegt man ja zu Beginn selber krank im Bett und hat danach immer schmerzende Hände. Das erschwert das Hochheben, Wickeln, Tragen, Essen machen und und und.

Ob es der Papa ist, die Großeltern, eine Haushaltshilfe oder einfach eine gute Freundin, holt euch Hilfe und Unterstützung. Unser Kind durfte erst knapp zwei Wochen später wieder in die Kita, er musste also entsprechend zu Hause bespaßt werden. Und das ist echt nicht einfach, während man selbst noch mittendrin ist, er hatte ja 5 Tage Vorsprung.

Es ist überstanden

Es ist sooooo gut, wenn alles Überstanden ist! Ich genieße jeden Tag 😉

Und ich hoffe, ich muss nie wieder durch den Mist durch. Der Kleine sollte ja nach seinem ersten Jahr in der Kita auch ein besseres Immunsystem haben. Wobei die Kleinsten ja einfach an so vielen Gegenständen lutschen und sie in den Mund nehmen, dass es mich nicht wundern würde, wenn wir den Hinweis an der Eingangstür noch mal lesen.

Auf jeden Fall werde ich die Hand-Mund-Fuss-Krankheit dann sehr ernst nehmen.

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